Startseite Vita Themen Archiv Fotos Links Kontakt Maria Scharfenberg auf Facebook


 
Presseartikel vom 07.03.2014

In Kall­münz at­tes­tiert Ma­ria Scharf­en­berg der CSU „kol­lek­ti­ves Ver­sa­gen”
Mittelbayerische Zeitung, 07.03.2014

VON MAX FERSTL, MZ

WAHL­KAMPF

In Kall­münz at­tes­tiert Ma­ria Scharf­en­berg der CSU „kol­lek­ti­ves Ver­sa­gen”.
Jür­gen Mis­tol for­dert ei­ne bes­se­re fi­nanz­iel­le Aus­stat­tung für die Kom­mu­nen.

KALL­MÜNZ. Bei­fall brand­ete auf, als die bei­den Gstanzl-Sän­ger den Bob-Dy­lan-Klas­si­ker „The ti­mes they are a-chan­gin'” be­en­de­ten. Mit ih­rem letz­ten Lied hat­ten Alex Gott­hard und Be­ne­dikt Dre­her den knapp 30 Be­su­chern des „grü­nen Ascher­mitt­wochs” im Gol­de­nen Lö­wen di­rekt aus der See­le ge­spro­chen. Die Grü­nen hof­fen, dass sich die Zei­ten än­dern. Aus die­sem Grund sind Land­rats­kan­di­da­tin Ma­ria Scharf­en­berg und Land­tags­ab­geord­ne­ter Jür­gen Mis­tol nach Kall­münz ge­kom­men. Im Fo­kus stan­den tra­di­tio­nell die po­li­ti­schen Geg­ner.

„Die CSU ist der po­li­ti­sche Feind”, ver­kün­de­te Scharf­en­berg, denn die Christ-So­zia­len wür­den aus grü­ner Sicht im Kol­lek­tiv ver­sa­gen. Egal ob öf­fent­li­cher Nah­ver­kehr, kom­mu­na­ler Fi­nanz­aus­gleich oder En­er­gie­wen­de. „Wenn an den Wo­che­nen­den kei­ne Bus­se nach Kall­münz fah­ren, ist das ver­fehl­te Po­li­tik im öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr”, schim­pfte die Kreis­rä­tin, die vor al­lem das „durch­schau­ba­re Vor­ge­hen” der Re­gie­rung är­ger­te: „Vor den Wah­len wer­den Ver­spre­chun­gen ge­ge­ben, nach den Wah­len wird al­les sich selbst über­las­sen.”

Auch Mis­tol kam die CSU-Stra­te­gie be­kannt vor. „Im Wahl­kampf mar­kiert die CSU im­mer be­son­ders gern den gro­ßen Max”, schim­pfte der Land­tags­ab­geord­ne­te, um gleich da­nach den kom­mu­na­len Fi­nanz­aus­gleich an­zu­pran­gern. Die Re­gie­rung stel­le das Ver­hält­nis zwi­schen Frei­staat und Kom­mu­nen „ro­sa­rot” dar. In Wahr­heit brem­se man aber die Kom­mu­nen, die deut­lich mehr Geld aus dem Steu­er­ver­bund bräuch­ten. Der An­teil soll­te von bis­her 12,75 Pro­zent „schritt­wei­se aber zü­gig” auf 15 Pro­zent an­ge­ho­ben wer­den. „Statt den Kom­mu­nen von Haus aus mehr Geld zu ge­ben, gibt es für al­les Mög­li­che ei­nen Zu­schuss”, sag­te Mis­tol. Dann kön­ne der ört­li­che Land­tags­ab­geord­ne­te mit stolz ge­schwell­ter Brust ver­kün­den, was die Staats­re­gie­rung so al­les för­de­re.

Nach den Wor­ten von Mis­tol flie­ßen zwei Drit­tel der Fi­nanz­mit­tel im Ver­kehrs­be­reich in den Stra­ßen­bau, we­ni­ger als ein Drit­tel in den ÖPNV und an­de­re um­welt­freund­li­che Ver­kehrs­ar­ten. „Die CSU be­treibt Ver­kehrs­po­li­tik der Ver­gan­gen­heit”, er­klär­te er.

Auch der CSU-Chef kam nicht un­ge­scho­ren da­von. Horst See­ho­fers „Wett­er­hahn-Po­li­tik” sei da­für ver­ant­wort­lich, dass in vie­len Kom­mu­nen Still­stand herr­sche. „Be­we­gung gibt es da­ge­gen bei der En­er­gie­wen­de, al­ler­dings in die fal­sche Rich­tung”, klag­te der Land­tags­ab­geord­ne­te. Mis­tol wähl­te kla­re Wor­te: „Die CSU sieht ein­fach nur zu, wie der po­li­ti­sche Geis­ter­fah­rer Horst See­ho­fer die En­er­gie­wen­de end­gül­tig ge­gen die Wand fährt.”

Dr. Eva Schropp be­weg­te sich in ih­rer Re­de weg von der gro­ßen Po­li­tik, hin zum kom­mu­na­len Ge­sche­hen. Kall­münz sei ein Schatz. „Wir müs­sen auf­pas­sen, dass die Vi­si­on von un­se­rem Ort nicht im Alp­traum en­det.”, mahn­te die Markt­rä­tin, die ei­nen Orts­ent­wi­cklungs­plan for­der­te. Man müs­se ge­mein­sam mit den Bürg­ern ent­schei­den, wo die Ge­mein­de hin­wol­le. „Zu Bürg­er­be­tei­li­gung und Trans­pa­renz ge­hört auch, dass Ent­schei­dun­gen im Ge­mein­de­rat früh­zei­tig dis­ku­tiert wer­den”, sag­te Schropp.





   design & realisation: slius