Presseartikel vom 13.02.2014

Scharfenberg hat „richtig Lust drauf“
Mittelbayerische Zeitung, 13.02.2014

Die Grünen-Politikerin will im März das Landratsamt erobern. Sie fordert
eine schnelle Energiewende im Landkreis und setzt sich für Senioren ein.


Von Christof Seidl, MZ


Laaber Zur Politik ist Maria Scharfenberg durch ihre Kinder gekommen. In den
70er Jahren lebte die Landratskandidatin der Grünen als junge
Realschullehrerin in Niedersachsen in der Nähe von Braunschweig – und eines
Kohlekraftwerks. Dessen Abgase verursachten bei Scharfenbergs Kindern
Pseudo-Krupp. „Darüber habe ich mich so aufgeregt, dass ich mich zunächst
beim Bund Naturschutz und später bei den Grünen engagiert habe.“ Mit Erfolg:
Das Kraftwerk wurde mit einer Reinigungsanlage ausgerüstet.

Nach ihrem Umzug nach Laaber machte sich Scharfenberg als Ernährungs- und
Ökologieberaterin selbstständig. Die Grünen in Stadt und Landkreis wurden
ihre politische Heimat. Zwischen 1992 und 1999 war sie Mitglied des
Kreisvorstands Regensburg, von 1993 bis 1996 Bezirksvorsitzende, 1994 bis
1998 arbeitete sie als Regionalmitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten
Helmut Wilhelm in Regensburg. Seit 1996 ist sie Markträtin in Laaber und
Kreisrätin.

Zwei Jahre später wurde Maria Scharfenberg in den Landtag gewählt. Von
Beginn an vertrat sie die Grünen im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.
Seit 2008 war sie arbeitsmarktpolitische Sprecherin und vertrat die Fraktion
auch im Ausschuss für Soziales, Familie und Arbeit. 2013 beendete sie ihre
Karriere im Landtag und kandidierte stattdessen als Landrätin.



Erfolg durch eigenen Kreisverband

Dass es keinen eigenen Kreisverband im Landkreis gab, war der
Grünen-Politikerin schon lange ein Dorn im Auge. 2013 gelang ihr dieser
Schritt und seitdem ist ihr Zuhause in Laaber ein Kreisverbandsbüro. Dass
sie sich jetzt um die Bürokratie kümmert – oder Plakate für den
Kommunalwahlkampf klebt – nimmt Scharfenberg mit einem Schmunzeln hin. „Back
to the roots heißt das! Das war im Landtag natürlich anders.“

Der eigene Landkreisverband sei auf jeden Fall ein richtiger Schritt
gewesen. „Wir treten in zwölf Gemeinden zu Wahl an, das sind vier mehr als
vor sechs Jahren.“ Und die Mitstreiter seien gerade in den neuen
Ortsverbänden sehr motiviert. „Wenn ich mir Sinzing ansehe, das sind junge
Leute, die sich total engagieren. Da macht die Arbeit einfach Freude.“



Die Kandidatin

Alter: 62 Jahre

Familie: Zwei erwachsene Kinder

Beruf: Lehrerin und Landtagsabgeordnete a.D.

Politisches Vorbild: Joschka Fischer

Wichtigstes politisches Projekt im Landkreis?
Energiewende durch Bürgeranlagen

An einem Tag als Landrat …
würde ich Interessierte, Politiker, Bürgermeister und Bürgerinitiativen in
Sachen Energie an einen Tisch holen und nach der Filmvorführung der
Nuklearkatastrophe von Fukushima klare Punkte zum sofortigen Handeln im
Landkreis einfordern.

Lieblingsbuch: Von Hafenmayer: Die Zukunftsmacher

Lieblingsmusik: Konstantin Wecker

Lebensmotto: Leben und leben lassen

Mein größter Wunsch: Für die Menschen im Landkreis viel erreichen in München und Berlin


 
www.maria-scharfenberg.de